Entstehung
1826 während Heines 2. Aufenthalt an Göttinger Uni erschienen
als erster Teil der mehrbändigen Reisebilder (1826-1831) vollständig
veröffentlicht
Inhalt
Heinrich Heines erstes Prosawerk "Die
Harzreise" schildert eine Fußreise des Ich-Erzählers von Göttingen
durch den Harz, welche bei Göttinger Studenten zu dieser Zeit üblich war.
Sie führt im September und Oktober des Jahres 1824 über Northein, Osterode,
Clausthal , Goslar und schliesslich ins Ilsetal. Höhepunkte dieser Reise sind
eine lebensgefährliche Kletterpartie in das Clausthaler Bergwerk und die
Besteigung des Brocken, dessen wuchtige Erhabenheit ihn zu einem ironischen
Vergleich mit dem deutschen Charakter anregt.
Die eigentliche Reisebeschreibung schliesst mit dem Besteigen des Ilsensteins
ab, doch aus erhaltenen Nachtragungen zur Harzreise geht hervor, dass
ursprünglich eine Fortsetzung des Werkes beabsichtigt war.
Zentrales Thema:
Im Mittelpunkt der Betrachtungen steht Ich -Erzähler mit
autobiographischer Nähe zu Heinrich Heine, der subjektive Erfahrungen mit
bitterböser Schärfe kommentiert:
- Verhöhnung des Spießbürgertums
- Traditionelle Werte und Konventionen der Gesellschaft in Frage gestellt
Textstruktur:
Prosaischer Text > Elemente aus unterschiedl. Bedeutungs- und
Stilebene miteinander verbunden :
- komisch- satirische Stilmittel
- lyrische Passagen = Gedichte ( "Die Ilse" )
- subjektiv - assoziative Betrachtungen
Erzählhaltung:
|
Ablehnend / kritisch
Trockener Witz, beißende Zeitsatire
gegen
Spießbürgertum, promovierte Gelehrtenschaft
|
schwärmerisch
begeisterte Schilderungen
stimmungsvolle Lyrik
für
erhabene Pracht der Landschaft
|
|